Das Modellprojekt "Pfad der Sinne" stellt durch seine ganzheitlich geprägte Konzeption, dem zentralen wahrnehmungsorientierten Ansatz, sowie der sozial-pädagogischen, ökologischen und kulturell-gesellschaftlichen Ausrichtung eine sicherlich außergewöhnliche Erfahr­ungs­grundlage dar. Der Mensch und die Natur stehen im Mit­telpunkt des aktiven Erlebens. Die sinnesphysiologischen Aktivitäten ermöglichen behinderten und nicht behinderten Besuchern, allen Menschen und Alters­gruppen unserer Gesellschaft einen "Raum der Begegnung" mit sich und der Umwelt. Das "Miteinander" ist hierbei von besonderer  Bedeutung. Die Stationen laden ein zu experimentieren, zu lernen und zu "Erkennen", dass in jedem Menschen Potentiale zur vielfältigen Weiterentwicklung liegen. 

Heilpädagogische und therapeutische Effekte, die untrennbar mit der Beachtung der natürlichen Lebens­grundlagen verbunden sind, ermöglichen eine "sinnliche" und bewusste Wahr­nehmung und schaffen Vertrauen in eigene Fähigkeiten. Konkrete Wahrnehmungen sind Vorraussetzungen für "Ein­sichten" und zeigen die besondere, gesellschaftliche Rolle der bewegungsorientierten Ansätze auf. Das Ermöglichen internationaler Begegnungen stärkt das Bewusstsein für eigene und fremde Kulturen, macht Traditionen und Gemeinsam­keiten erfahrbar, weckt Neugier und fördert vielfältige Kontakte und Begegnungen.

Die wissenschaftliche Anbindung bildet die Grund­lage zur weiteren Erkenntnisgewinnung über sinnesphysiologische Vorg­änge und hat direkte und nachhaltige Auswirkungen auf die Handlungskompe­tenzen des einzelnen Menschen. Alle Sinne des Menschen sind untrennbar mit der Bewegung, dem Denken und eigenen Gefühlen verbunden. Sie bilden die Grundlage des "Mensch- seins", das gemeinsame Erleben fördert die Bedürf­nisse des Einzelnen und ist eingebettet in ganzheitlich geprägte soziale und ökologische Gegebenheiten.

Ich wünsche allen Besuchern
viele bereichernde Sinnes­erlebnisse.

Alexander Deutsch
Vorsitzender

 

AKTUELLES aus dem Verein:

Geplante Veranstaltungen in 2016

23.04. - 24.04.2016     Haus am Steinhübel, Saarbrücken

06.05. - 10.05.2016     Altersheim St. Irmina, Dudweiler

03.06. - 06.06.2016     Seniorenheim Bischmisheim

20.08. - 30.08.2016     Rathaus Saarbrücken 

04.09.2016                   Tag der Biene im Forsthaus Neuhaus, Saarbrücken

21.10. - 26.10.2016     AWO Seniorenresidenz Viktoria in Püttlingen

29.10. - 30.10.2016     Jahresfest der Kreuznacher Diakonie in Bad Kreuznach

Veranstaltungen in 2012, 2013, 2014, 2015, 2016

24.02.2015:  Einladung zur Projektvorstellung beim Netzwerk Demenz des Regionalverbandes Saarbrücken. 70 Kooperationspartner vor Ort, Schecküberreichung in Höhe von 2000 €

                    durch Regionalverband/Sozialministerium.

06.03.2015:  Mobiles Projekt in der Senioreneinrichtung Kreuznacher Diakonie "Haus am Steinhübel".

28.03.2015 bis 07.04.2015:  Mobiles Projekt im Altersheim St. Anna in Neuweiler.

30.05.2015:  Mobiles  Projekt für Demenzverein Saarlouis und Kooperationspartner in der Walderfingia Stadthalle, Bungertstr. 32, 66798 Wallerfangen. 

21.06.2015:  Mobiles Projekt in "Scheune Neuhaus", Veranstalter Saarforst u. Deutsche Krebsgesellschaft, Innen- u. Außenbereich "Weg der Liebenden".

                    Schwerpunkte neben "Mensch und Natur" die Sinneswahrnehmungen des Menschen, Veranstaltungsort Scheune Neuhaus.

28.11.2014:  Waldschule Saarwellingen, Schule für geistige Förderung.

18.10.2014:  Lebenshilfe Sulzbach/Fischbachtal; Tagesförderstätte Neuweiler.

13.09.2014:  Psychosoziale Projekte, Mannlich Gymnasium Homburg.

22.08.2014:  Sommerfest des saarländischen Kinderhospizdienstes  -  Saarforst.

18.05.2014:  Tag der Pflege, Haus am Steinhübel, Saarbrücken.

28.11.2013:  Erstmalig Mobiles Projekt in der Öffentlichkeit: Seniorenhilfe Kreuznacher Diakonie, Haus am Steinhübel in Saarbrücken.

24.08.2013:  Benefizveranstaltung in der Stadthalle in St. Ingbert

09.11.2012:  Teilnahme am Lichterfest in Dudweiler

 

Verleihung der Albert-Schweitzer-Friedensmedaille für den "Pfad der Sinne" am 24. Sept. 2016

SAARBRÜCKEN. Einen gelungenen Festakt durften mehr als 70 Gäste des Hauses am Steinhübel der Seniorenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie am Samstag erleben, als dort das Albert-Schweitzer-Friedenszentrum seine besondere Auszeichnung – die Albert Schweitzer-Friedensmedaille – an den Verein „Pfad der Sinne e. V.“ verlieh. Das Albert Schweitzer Friedenszentrum wurde 1969 gegründet. Sein Leiter, Pfarrer Günther Heipp, ein langjähriger Mitarbeiter von Albert Schweitzer, ließ es sich nicht nehmen, die Auszeichnung persönlich zu überreichen. Mit ihr wird das besondere ehrenamtliche Engagement des Vereins für die Gesellschaft und kulturelle Zusammenarbeit gewürdigt. Es sei ein Tag für alle Ehrenamtlichen, hob Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz daher auch hervor. Sie berichtete von ihrem Besuch bei einer Bewohnerin des Hauses am Steinhübel, die sich – mittlerweile bettlägerich – Gedanken darüber gemacht hatte, wie sie den Satz „Jede Zeit hat ihre Aufgabe“, auf sich übertragen könne. Sie sei zu dem Schluss gekommen, dass sie Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen Wertschätzung geben könne, was sie eben auch tue. Das Engagement der Ehrenamtler würdigte auch der kaufmännische Geschäftsführer der Seniorenhilfe, Jörg Schowalter. Sie trügen dadurch entscheidend zu der besonderen Atmosphäre des Hauses am Steinhübel bei.
Für den mobilen „Pfad der Sinne“ bringen die 69 Mitglieder des Vereins einen Wald ins Haus: Baumstämme, die an den Wänden stehen und bis zur Decke reichen. Im Laub, angenehmen Duft und man
hört einen Bachlauf murmeln. Menschen ein Stück Natur mit allen Sinnen erleben zu lassen, das ist das Ziel. Daher gibt es auch immer Fühlkisten mit allem, was der Wald so zu bieten hat. Der Saarforst unterstützt das Projekt nachhaltig: Er stellte die Baumexponate bereit und erlaubte das Sammeln natürlicher Materialien. Der NABU Saar stellte Vogelnester, Federn und vieles mehr zur Verfügung. Holzschnitzer Andreas Müller erstellte mit der Motorsäge Skulpturen aus Baumstämmen. Einen ganzen Tag nimmt der Aufbau eines solchen Pfades in Anspruch, und wer ihn nicht selbst besuchen kann, zu dem bringen die Vereinsmitglieder die Materialien ans Bett.

Ehrfurcht vor dem Leben

Dass sich das Projekt „Pfad der Sinne“ so weiterentwickelt hat, dass ihn beispielsweise beim Gastspiel im Rathaus Seniorinnen und Senioren gemeinsam mit Kindern erkundeten, freut den Vorsitzenden des Seniorenbeirates Saarbrücken, Lothar Arnold, besonders. Vor der feierlichen Übergabe der Medaille an den Initiator, Motor und Vereinsvorsitzenden des Projektes, den Ergotherapeuten Alexander Deutsch, ging Pfarrer Günther Heib zunächst auf Albert Schweitzer selbst ein. Was den „Pfad der Sinne“ zu etwas Besonderen mache, sei die Ehrfurcht vor dem Leben. „Mensch und Natur stehen im Mittelpunkt des Erlebens. Man wird zum Lernen und Erkennen provoziert“, sagte er. Ja, er habe Enttäuschungen und Widerstände gegen das Projekt erlebt, bekannte Alexander Deutsch in seiner Dankrede. Aber eben auch viel Zustimmung, Anerkennung und Förderung. Mittlerweile werde das Projekt immer wieder angefragt. „Wir bringen ein Stück von Mutter Natur wieder zu den Menschen. Und das bewirkt selbst bei den Krankesten Wunder. In Dudweiler ist auf einem großen Gelände jetzt ein großer, stationärer „Pfad der Sinne“ geplant, den Besucherinnen und Besucher aller Generationen allein oder eben auch gemeinsam erkunden können. Auch sollen alle Sinne angesprochen werden. Deutsch überreichte Heib zum Dank einen aus einem Baumstamm geschnitzten Elefanten. „Das ist der 301. Elefant in meiner Sammlung“, freute sich der Beschenkte. Die musikalische Begleitung des Festaktes hatte das Blockflöten-Ensemble der Kirchengemeinde Alt Saarbrücken unter der Leitung von Bernhard Stilz übernommen.

       
   

 

 

 

 

       

 

 

 

 

 

 

       

 

 

 

 

 

Der aktuelle Bericht hat einen kleinen Bericht über den Pfad der Sinne gebracht, anzuschauen über nachfolgenden Link, es ist direkt der 2. Bericht.

http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=44036

 

 Aktionstag im "Haus am Steinhübel" in Saarbrücken

 

 Impressionen von unserem Aktionstag im "Haus am Steinhübel"


 

      
     
      
  

 

 

 

 Benefizveranstaltung in der Stadthalle in Sankt Ingbert

 

Impressionen von unserer Benefizveranstaltung in Sankt Ingbert